Fotofreunde haben mit Technik Schritt gehalten

Fotofreunde haben mit Technik Schritt gehalten

Pressebericht für die Gießener Allgemeine.
Allendorf/Lumda (lom). Innerhalb des Kulturrings Allendorf/Lumda integriert ist die Fotogruppe, zu deren Aufgaben unter anderem die Erarbeitung der Jahreskalender gehört. Zur Vorgeschichte: Als der Kulturring am 5. Januar 1951 gegründet wurde, sollten mehrere Aufgaben erfüllt werden.

Mitglieder der Fotogruppe bei einem ihrer Treffen im Bürgerhaus Climbach. (Foto: lom)

Der Kulturring sollte auch für die Koordinierung der Vereinsvorhaben, der Landschaftspflege und der Erwachsenenbildung zuständig sein. Der erste Vereinsvorsitzende war der Lehrer Rudi Klier, dem 1974 der Lehrer Wilhelm Keil folgte.

Filmabende in Zusammenarbeit mit der Kreisfilmstelle und Theaterbesuche prägten die ersten Jahre des Rings. Der Lehrer Wilhelm Keil zeigte sich für die Gründung der Fotogruppe am 22. April 1958 verantwortlich. Nach Keil folgte Gottfried Römer, ebenfalls Lehrer, der von 1991 bis 1998 die Geschicke der Fotogruppe leitete. Gottfried Römer, ein Allendorfer, zog 1987 aus dem Odenwald wieder in seinen Heimatort zurück und wurde durch Keil inspiriert, in der Film- und Fotogruppe, wie die Abteilung bis zur Umbenennung hieß, mitzuarbeiten, um ihm bei der Erstellung eines Films zur 1200-Jahrfeier der Stadt 1988 behilflich zu sein.

Vor dem Stabwechsel gab Römer eine Anzeige im Mitteilungsblatt auf, um weitere Fotofreunde zu gewinnen. Zu den ersten »Neuen« gehörte Herwig Stein, der auch heute noch dem Kulturring als Vorsitzender vorsteht. Hartmut Winkler, der heutige Abteilungsleiter der Fotogruppe (seit 1998), gehörte ebenfalls zu den ersten Fotofreunden unter Römers Regie. Da ein Film für die Stadtjubiläen (650 Jahre Stadtrechte und 1200 Jahre) entstehen sollte, musste man sich mit bewegten Bildern auf Super 8 beschäftigen, was bestens gelang. Man traf sich einmal monatlich im Fotolabor der Gesamtschule Lumdatal. Was damals noch keiner ahnen konnte, war die rasante Entwicklung der Fototechnik. Vorsitzender Winkler sprach von radikalen Veränderungen in der Fotografie durch die Einführung der digitalen Technik. Noch beschäftigte man sich mit dem Speichermedium Dia- und Negativfilmen. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Bildmaterial ausgewertet.

1990 erste Fotoausstellung

Die erste Fotoausstellung fand 1990 im Bürgerhaus Allendorf/Lumda statt. Es folgten Dia-Schauen in Allendorf/Lumda und in Climbach. Um den Aufgaben als Abteilung des Kulturrings gerecht zu werden, wurden namhaften Bildautoren zu Dia-Vorträgen engagiert. Eine Veranstaltung mit sechs Projektoren, die heute durch den Beamer mit entsprechenden Foto- und Bearbeitungsprogramm ersetzt sind, mit einer Überblendschau sorgte schon für eine kleine Sensation. Man arbeitete mit der Jugendpflegerin der Stadt zusammen, unternahm einen Fotospaziergang. Die Ergebnisse waren als Ausstellung im Rathaus zu sehen. In den folgenden Jahren, so resümierte Winkler, fanden weitere Ausstellungen, unter anderem zum Thema »Geld«, statt.

Bilder waren in der Filiale der Sparkasse und in der Hauptstelle der Volksbank in Gießen zu sehen. Interessant auch, dass Römer Konfirmanden einerseits mit einer analogen Kamera und andererseits mit einer Digitalkamera fotografierte. Die bessere Qualität, so waren viele der Fotofreunde der Meinung, gab es bei den Aufnahmen mit der Digitalkamera. Nach und nach stellten sich Hartmut Winkler, Klaus Kober, Wolfgang Will, Herwig Stein, Manfred Lotz auf die neue Technik um. Eine Herausforderung, die man gern annimmt, ist die Zusammenstellung der Jahreskalender, die mit Unterstützung von Klaus Kober in einer hervorragender Bildqualität in Allendorf/Lumda angeboten werden. Als größeres Projekt gilt auch eine DVD mit Allendorfer Motiven. Der Fotogruppe gehören noch Reinhold Fibikar und Harald Krause an. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Fotogruppe schon einige Exkursionen und auch Tages- oder Mehrtagesfahrt unternommen hat.

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